Wie verbinde ich Kunst, Handwerk, Fantasie und Wirtschaft miteinander? Eine Antwort fand die Klasse 11b in ihrem diesjährigen Projekt.
Ziel war es, Holzpuzzleteile in teilweise Quadratmetergröße per Stichsägen auszusägen, in verschiedenen Farben zu streichen und fächerspezifische Designs aufzutragen. Die Kunstwerke dienen zur Gestaltung der Gänge der SWS nach dem Innenteilneuanstrich in den Sommerferien.
 
In 7 Gruppen aufgeteilt sollten mittels selbst entworfener Spendenbriefe Sponsoren für die Finanzierung des Projektes gefunden werden. So wurden über 70 Firmen angeschrieben und telefonisch auf das Projekt aufmerksam gemacht. Die Ausbeute war jedoch gering: vier Sponsoren hatten sich jedoch sofort bereit erklärt die Projektidee zu unterstützen
 
Hierbei erklärte sich die FAHRSCHULE JERAY unter der Leistung von Ingo Jeray als ehemaliger WWGler sofort zu einer Geldspende bereit. Das INGENIEURBÜRO DR. RUPPERT & FELDER zeigte auch ohne Umschweife, dass Jugendarbeit gefördert werden muss. Ebenso unterstützte uns das AUDI-PORSCHE-ZENTRUM in finanzieller Form.
Durch Michael Dostler (ebenso ehemaliger WWGler) wurden in der Firma Holz Dostler die benötigten Holzwaren zu einem enorm günstigen Preis bezogen. Darüber hinaus durften wir an verschiedenen Nachmittagen das Gelände und Schreinerutensilien zu unseren Sägearbeiten nutzen. Aufgrund der überall knappen Kassen ist Schulsponsoring ein schwieriges Unterfangen. Umsomehr ein besonderer Dank an unser 4 Unternehmen.
 

 
Ein herzliches Dank gilt aber auch vor allem dem Förderverein und seinen Mitgliedern, die die Kosten des gesamten Holzbedarfs finanziell unterstützten.
 
Nachdem die Finanzierung in „trockenen Tüchern“ lag, ging es an die Umsetzung des Projektes.
30 Schüler stürzen sich ins Schulhaus, um die Wandflächen zu vermessen und Baupläne zu zeichnen. Hierbei konnten auch Schüler ihr Know How im Technisch Zeichnen unter Beweis stellen. Die Pläne sollten die Basis, der späteren Verteilung der Puzzleteile bilden.
 
Nun ging es in die Entwicklung der Puzzleteile. Mit einer „Wandprojektionstechnik“, wurden Prototypen der später auszusägenden Puzzleteile hergestellt.
 
An verschiedenen Nachmittagen ging es dann auf das Gelände von Holzland Dostler, wo die vorher bestellten Holzplatten bereit lagen. Nun musste Farbe bekannt werden, wer Teamgeist und handwerkliches Geschick hatte. 90 Platten wurden aufgezeichnet und mit Stichsägen ausgesägt. Und unsere Damen standen in ihrer Säge-Fertigkeit den Herren um nichts nach.
Seit diesem Projekt weiß eine Lehrkraft auch, warum man einen Privatkombi fährt J. Somit wurden die zugesägten Puzzleteile in die Schule transportiert, wo sie farblich bearbeitet werden sollten.
 
7 Gruppen = 7 Farben. In Nachmittagsarbeit wurden die Teile nun einfarbig bestrichen. So wurde ein groß zusammen gefasster Fachbereich in einer Farbe gestrichen. Und warum sollen Mathematiklehrer nicht auch Latzhosen tragen?
 
Nachdem die Puzzleteile getrocknet waren, sollten die Schüler ihr designerisches Vermögen unter Beweis stellen. In oft detailgetreuer Arbeit wurden die Schüler zu jugendlichen Künstler, auch wenn die Geschmäcker manchmal verschieden sind J.
 
 
Bernd Walter